Neue Brücke über die B8:
Arbeiten bei Sautorn beginnen
Zu niedrig und dem stetig gestiegenen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen – aus diesen Gründen muss die Brücke über die B8 bei Sautorn ersetzt werden. −Foto: Huber
Sie ist zu niedrig und dem stetig gestiegenen Verkehrsaufkommen der vergangenen Jahre nicht mehr gewachsen: Die Brücke, auf der die Staatsstraße 2074 bei Sautorn in der Gemeinde Stephansposching über die B8 führt, muss ersetzt werden. Darüber informierte das staatliche Bauamt Passau. Die ersten Arbeiten beginnen am Donnerstag, 28. Januar: Neben Baumfällarbeiten wird die Umfahrung errichtet, über die während der Bauzeit der Verkehr geleitet wird.
Die bestehende Brücke wurde im Jahr 1964 erbaut. Aufgrund der zunehmenden Verkehrslasten weist sie Querrisse in der Überbauplatte auf, zudem entstanden in den vergangenen Jahren immer wieder Anprallschäden am Überbau wegen zu geringer Durchfahrtshöhe. Sie ist zudem als "mindertragfähig" eingestuft und dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen.
Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich
Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung hat laut Bauamt ergeben, dass eine Instandsetzung der bestehenden Brücke nicht wirtschaftlich ist, da die Sanierungskosten in Bezug auf die Restnutzungsdauer zu hoch sind. "Daher ist der Neubau erforderlich." Errichtet wird eine dreifeldrige Spannbetonbrücke mit einer Gesamtstützweite von 49,9 Metern. Auf dem Bauwerk wird die Breite für einen neu zu bauenden Radweg von Stauffendorf nach Arndorf berücksichtigt. Zudem wird mit dem Bau des neuen Brückenbauwerks die Staatsstraße 2074 um rund 20 Zentimeter angehoben, sodass die erforderliche Durchfahrtshöhe erreicht wird.
Zur Vorbereitung der Baumaßnahme sind Baumfällarbeiten erforderlich. Diese beginnen am Donnerstag, ebenso der Bau einer Umfahrung. Sobald diese fertiggestellt ist, wird das bestehende Bauwerk abgebrochen. "Voraussichtlich Mitte Mai wird mit dem Bau der neuen Brücke begonnen. Diese soll bis Dezember 2021 befahrbar sein. Die Restarbeiten – der Rückbau der Umfahrung sowie die Asphaltierung der Anschlussäste – sind im nächsten Jahr geplant, bis 30. April 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein", heißt es in der Pressemitteilung.
Die gesamte Maßnahme kostet rund 2,6 Millionen Euro, die Arbeiten übernimmt die Firma Fahrner Bau aus Mallersdorf-Pfaffenberg im Auftrag des staatlichen Bauamts Passau, Servicestelle Deggendorf.
Straße wird zunächst halbseitig gesperrt
Für die Errichtung der Umfahrung und die Baumfällarbeiten ist eine halbseitige Sperrung des Verkehrs notwendig. Die Verkehrsteilnehmer können jedoch an der Baustelle im Gegenverkehr vorbeigeführt werden, da die B8 in diesem Bereich dreistreifig ausgebaut ist. Das Bauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht im Baustellenbereich.
Quelle: PNP.de, 26.01.2021
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