Der Entwurf ist schon genehmigt

B20-Ausbau

Die B 20-Vorlandbrücke zwischen Reibersdorf und Straubing, also die Zufahrt zu dieser Brücke mit den markanten Metallbögen, muss erneuert werden. Das Bundesverkehrsministerium hat für den Bauentwurf bereits im Dezember grünes Licht gegeben. -Foto: Patrizia Burgmayer

Die B 20-Vorlandbrücke zwischen Reibersdorf und Straubing, also die Zufahrt zu dieser Brücke mit den markanten Metallbögen, muss erneuert werden. Das Bundesverkehrsministerium hat für den Bauentwurf bereits im Dezember grünes Licht gegeben. -Foto: Patrizia Burgmayer

Am Staatlichen Bauamt Passau wird derzeit an der Planung für den Neubau der B 20-Vorlandbrücke gearbeitet. Parallel dazu läuft ein weiteres großes Verfahren. Die B20 ist eine Lebensader für die Region. Berufspendler und Güterverkehr sind darauf täglich unterwegs, überqueren zwischen Reibersdorf und Straubing die dortige Brücke. Schon einige Zeit ist klar, dass das Bauwerk beziehungsweise ein Teil davon erneuert werden muss.

Zuständig dafür ist das Staatliche Bauamt Passau. Nach Angaben von dessen Sprecherin Sabine Süß gibt es dort aktuell eine Gewichtsbeschränkung auf maximal 60 Tonnen. Zur Unterstützung der Fahrbahnplatte werde derzeit ein Traggerüst geplant. Zudem wurde noch im Dezember 2025 eine Stahlschutzwand entlang der markierten Sperrfläche montiert, um den östlichen Kragarm der Vorlandbrücke Nord rechts der Fahrspur Cham abzusichern.

Daneben werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellt. Diese sollen spätestens Mitte des Jahres bei der Regierung von Niederbayern eingereicht werden. Der Bauentwurf sei vom Bundesministerium für Verkehr noch im Dezember 2025 genehmigt worden.

Belastung bald dreimal so hoch wie im Bayern-Schnitt
Parallel dazu laufen auch die Vorbereitungen für einen vierspurigen Ausbau der B20 zwischen den beiden Autobahnen A3 und A92. Diese Verbindung hat seit Jahren eine enorm hohe Verkehrsbelastung. Bereits 2016 waren dort durchschnittlich 21.000 Kraftfahrzeuge am Tag gezählt worden. Das ist eine mehr als doppelt so hohe Zahl wie der bayerische Durchschnitt, der bei 10.000 Kraftfahrzeugen liegt. Und: Die Prognose für das Jahr 2040 weist den Abschnitt mit über 30.000 Kraftfahrzeugen pro Werktag aus. Der Schwerverkehrsanteil belaufe sich auf 20 Prozent, erläutert die Bauamts-Sprecherin.

In Sachen vierspuriger Ausbau ist inzwischen die Variantenuntersuchung abgeschlossen. Denn noch ist unklar, ob der Anbau der neuen Fahrbahn auf der Ostseite der B 20 oder an der Westseite erfolgt. Diese Grundvarianten, die sich an der bestehenden Bundesstraße orientieren, wurden nun abschnittsweise untersucht und gegenübergestellt. Dabei erweise sich überwiegend die Variante „Anbau auf der Ostseite der B 20“ als vorteilhaft, so das vorläufige Ergebnis der Planer. Aufgrund artenschutzrechtlicher Gegebenheiten sei jedoch in einem Abschnitt im Bereich Straubing auch ein Anbau auf der Westseite erforderlich. Es ergibt sich also eine sogenannte „Mixed-Variante“ zwischen den Anbauseiten.

In diesem Jahr nur einzelne, kleine Reparaturen
Doch bis der Ausbau, die Großbaustelle und die damit unweigerlich verbundenen Verkehrsbehinderungen kommen, dauert es noch. Für heuer gibt es in Sachen Baustellen-Behinderungen von Sabine Süß Entwarnung: „Auf der B20 sind dieses Jahr keine Sanierungsmaßnahmen geplant. Lediglich einzelne Flickasphaltierungen sind vorgesehen, dabei ist nur mit geringen Einschränkungen zu rechnen.“

Quelle: Straubinger Tagblatt/Bogener Zeitung vom 29.03.2026, Patrizia Burgmayer

Unsere Leistungen:

  • Objekt- und Tragwerksplanung Vorlandbrücke Nord

◀ vorheriger Artikel◀ zurück

nächster Artikel ▶weiter ▶