Technologie- und Gründerzentrum: Bau in Straubing für 28 Millionen Euro
Grundsteinlegung
Technologie- und Gründerzentrum: So stellt sich der Architekt den fertigen Neubau vor. Ende des Jahres soll er bereits stehen.
Wie stark im Hafen Straubing-Sand nachhaltig für die Zukunft gebaut wird, wurde bei der Grundsteinlegung des dritten Erweiterungsbaus des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ) nicht nur oft von Politik und der Leitung des Industriegebiets betont. Der einjährige Anton versinnbildlichte das. Sein erster Schnuller wanderte mit in die Zeitkapsel. Seine Eltern sind Firmengründer und Mieter des Zentrums und werden durch ihre Unternehmenserweiterung die ersten Mieter im neuen Holzbau sein, der Ende des Jahres bereits stehen soll. 28 Millionen Euro sind für den Bau veranschlagt, 22 Millionen davon sind eine Förderung des Freistaats.
2.000 Quadratmeter Nutzfläche in einem modernen Holzgebäude mit neuen Büros und Laboren, Tagungsräumen und Coworking-Spaces werden das TGZ erweitern. Die notwendige Erweiterung ist ein Beleg für die Attraktivität der Region Straubing-Bogen für Start-up-Initiativen im Umfeld der Technischen Universität München, Campus-Straubing."Junge Unternehmen brauchen vor allem eines: Eine Umgebung, die es ihnen ermöglicht, sich auf das Wesentliche des Geschäftsaufbaus zu konzentrieren", erklärt Zentrumsleiter Stefan Niedermeier. "Auf geht´s!", betonte er das Motto, das mit startender Rakete auf einem Volksfestglupperl, die Grundsteinlegung begleitete.
"Zwei Dinge dürfen nicht passieren!"
Bereits die dritte Erweiterung des Gründungszentrums. Nach dem ersten Bau 1998 folgte 2010 der Biocubator/BioCampus. Neben den Grußwortrednern begrüßte er Adalbert Hösl, Bürgermeister von Aiterhofen und Landrat Joserf Laumer vom Zweckverband Hafen Straubing-Sand. Und natürlich Andreas Löffert, Geschäftsleiter des Zweckverbands und "Macher des Masterplans Biocampus", der noch weiter wachsen soll. Außerdem begrüßte er Mieter des TGZs und Baufirmen. "Zwei Dinge dürfen einem Gründungszentrum, das Raum für neue Ideen und junge Firmen bietet, nie passieren. Zum einen, dass es leersteht, zum anderen, dass es voll ist", erklärt Oberbürgermeister Markus Pannermayr als derzeitiger Vorsitzender des Zweckverbands. Das erste Schicksal sei erspart geblieben, das zweite habe den Hafen nun zum Glück ereilt, daher der Erweiterungsbau. "Wenn Ideen an die Tür klopfen und man keinen Raum dafür habe, dann habe der Wirtschaftsstandort schlechte Chancen für die Zukunft, betonte er.
Hafen strotzt vor Vielfalt und Tatkraft
Gemeinsam schaffen die Stadt Straubing, der Landkreis und die Gemeinde Aiterhofen Zukunftschancen, erklärte der OB.
Der Hafen Straubing-Sand strotzt vor Vielfalt und Tatkraft. Ein Hotspot bei Forschung und Technik", urteilte Rainer Haselbeck, Regierungspräsident von Niederbayern. Er betonte das Innovationen, wie sie aus dem TGZ kommen, Grundsteine für die Zukunft seien. Und er freute sich, "dass ein Haufen Holz" für den nachhaltigen Holzbau aus Fördermitteln der Landesregierung kommt.
Möglich wird das Bauprojekt durch eine Förderung des Freistaates Bayern. MdL Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags, betonte in seinem Grußwort die "phänomenale Entwicklung des Hafens Straubing-Sand", freute sich über die Unterstützung des Landtags beim Ausbau. Er hob hervor, dass es ein Markenzeichen Bayerns sei, "auf verschiedenen Säulen zu stehen", unter anderem beim Ausbau nachhaltiger Ideen. Architekt Patrick Stremler ging noch auf die angedachte Holzbauweise ein und wie sich der dritte Anbau an seine Vorgänger einfügen wird.
Zusatzleistung: Service des Hafen-Teams
Alle Redner betonten die Zusatzleistung des TGZ: große Unterstützung des Hafen-Teams und der anderen Mieter. Im Gründerzentrum werden nicht nur die Arbeitsplätze für morgen geschaffen, sondern neue Firmen können im Alltag miteinander wachsen, bei engem Austausch.
Die Zeitkapsel, die auf Holzwolle gebettet wurde, fütterte der Regierungspräsident Haselbeck mit dem Förderbescheid, MdL Zellmeier mit Geldscheinen, der Oberbürgermeister mit der Baugenehmigung, Landrat Laumer als Kugelschreibersammler mit einem solchen sowie einem Tagblatt des Tages, Bürgermeister Hösl mit der Verbandssatzung, der Architekt mit Bauplänen. Löffert legte seinen Masterplan Hafen bei, Zentrumsleiter Niedermeier den aktuellen EM-Spielplan, die Gästeliste der Grundsteinlegung und zwei Polaroid-Fotos aller Gäste sowie Anton seinen Schnuller.
Quelle: Idowa.de vom 11.06.2024, Ulli Scharrer
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