Aufzug fürs Rathaus in Bad Kötzting
Für rund 300.000 Euro erhält das Rathaus auf der Rückseite einen Aufzug. In den nächsten 14 Tagen bekommt der Aufzugturm Spalierfassade und Außentreppe. In dieser Zeit bleibt der Parkplatz gesperrt. -Foto: Doris Zitzelsberger
Plan des künftigen Rathauses: Auf der Rückseite das Aufzugsgebäude, das in diesen Tagen noch seine Spalierfassade bekommt. Der neue Anstrich wird erst im dritten Bauabschnitt in Angriff genommen. -Foto: Büro Hans Haslsteiner
Das Rathaus in Bad Kötzting wird barrierefrei: Beschlossen hat der Stadtrat die entsprechenden Maßnahmen schon seit langem, nun werden die Projekte peu à peu umgesetzt. "Der erste Bauabschnitt ist bald fertig", informiert Bauamtsleiter Christian Kopf beim Pressetermin am Dienstag. Der Aufzug an der Rückseite des denkmalgeschützten Anwesens ist errichtet, in den nächsten 14 Tagen erhält er Spalierfassade und Außentreppe. Voraussichtlich bis Jahresende erfolgt die TÜV-Abnahme.
Spalierfassade in Resedagrün
Auf Kosten von rund 300.000 Euro ist der Bau des Aufzugs samt Spalierfassade und Außentreppe kalkuliert, und diese Zielvorgabe kann auch eingehalten werden, freut sich Kopf.
Seit Anfang des Jahres wird an dem Aufzugsgebäude gearbeitet, jetzt fehlt nur mehr das äußere Alu-Stahl-Gewand, das in einem Grünton gehalten ist, genauer gesagt in Resedagrün.
Mit diesem Vorhaben schlägt die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen wird endlich die Möglichkeit geschaffen, barrierefrei ins Rathaus zu gelangen. Zum anderen bietet die Außentreppe einen zweiten Rettungsweg. Der sei zwar bei denkmalgeschützten Anwesen nicht zwingend vorgeschrieben, weil diese Bestandsschutz haben, so Kopf: "Aber dennoch freut es uns, dass wir in brandschutzrechtlicher Hinsicht auf dem neuesten Stand sind."
Jetzt fehlt noch die Abnahme durch den TÜV. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Aufzug bis zum Ende des Jahres in Betrieb genommen werden.
2022 folgt der zweite Bauabschnitt
2022 folgt der zweite Bauabschnitt: Der Haupteingang wird nach hinten verlegt. Von hier aus gelangt der Besucher in einen modernen Warte-/Empfangsbereich mit Bürgerbüro. Ämter, die einen regen Publikumsverkehr verzeichnen, befinden sich bereits in diesem Bereich, so zum Beispiel das Einwohnermeldeamt. "Auch behindertengerechte WC-Anlagen entstehen hier", gibt Kopf Auskunft.
Der Anbau zum Rathaus stammt aus den 60er Jahren und steht im Gegensatz zum vorderen Teil nicht unter Denkmalschutz. Gleichzeitig mit dem damaligen Umbau wurde auch der Flur im Altbestand im Stil der 60er verändert. Entsprechend bieten sich hier mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei den Arbeiten.
Bestehende Rampe ist nicht behindertengerecht
Zum künftigen Haupteingang hin gibt es bereits eine Rampe. Die aber ist zu steil, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Gehandicapte Besucher können künftig auch über den Aufzug, der vom Parkplatz aus erreichbar ist, in das Erdgeschoss gelangen.
Am augenfälligsten aber werden die Maßnahmen des dritten Bauabschnitts sein. Dann nimmt man die Sanierung des rund 100 Jahre alten Dachs und die Fassadengestaltung in Angriff. Wann, das steht noch in den Sternen. "Das hängt von der jeweiligen Haushaltslage ab", meint Kopf.
Bei der künftigen Fassade des Rathauses möchte man sich wieder dem Urzustand des Gebäudes annähern und von dem aktuellen Weiß-Grün-Anstrich auf einen erdigen Farbton wechseln, so wie sich das Rathaus ursprünglich präsentierte.
Quelle: Doris Zitzelsberger, REDAKTION KÖTZTING, 17.11.2021
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