Bundesstraße 8 gesperrt
Der Weg ist versperrt
Die alte Brücke wird für den Abbruch vorbereitet. Am Donnerstagvormittag wurde der Asphalt abgefräst. -Foto: Nadine Bachmeier
Erst im Mai nächsten Jahres werden die Arbeiten abgeschlossen sein. −Foto: Nadine Bachmeier
Durchfahrt nicht mehr möglich: Brückenerneuerungsarbeiten an der Bundesstraße 8 machen eine Umfahrung notwendig. −Foto: Nadine Bachmeier
Seit Mittwochabend geht auf der Bundesstraße 8 bei Sautorn nichts mehr: Die Fahrt nimmt kurz vor Plattling ein jähes Ende. Jede Menge Warnbaken versperren die Durchfahrt. Schuld daran ist die marode Brücke: Sie ist zu niedrig und dem stetig gestiegenen Verkehrsaufkommen der vergangenen Jahre nicht mehr gewachsen. Deshalb wird die Brücke, auf der die Staatsstraße 2074 bei Sautorn über die B8 führt, ersetzt.
Die ersten Arbeiten haben bereits Ende Januar begonnen. Nach den Baumfällarbeiten wurde die Umfahrung errichtet, über die während der Bauzeit der Verkehr geleitet wird. Diese wurde nun am Mittwoch in Betrieb genommen. Derzeit werden die Vorarbeiten für den Abbruch der Brücke vorgenommen. Beispielsweise wurde die Asphaltdecke abgefräst. Spätestens ab Montag, 19. April soll das seit 1964 stehende Bauwerk abgerissen werden. Ist der Schutt beseitigt und Platz für die neue Brücke, wird mit deren Bau begonnen, wie die Pressesprecherin des Staatlichen Bauamts Passau, Sabine Süß, erklärte.
Die in die Jahre gekommene Brücke weist aufgrund der zunehmenden Verkehrslasten Querrisse in der Überbauplatte auf, zudem entstanden in den vergangenen Jahren immer wieder Anprallschäden am Überbau wegen zu geringer Durchfahrtshöhe. Laut Staatlichem Bauamt ist sie als "mindertragfähig" eingestuft und dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen.
Instandsetzung nicht wirtschaftlich
Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung ergab, dass eine Instandsetzung der nun im Abriss befindlichen Brücke nicht wirtschaftlich ist, da die Sanierungskosten in Bezug auf die Restnutzungsdauer zu hoch sind. Daher ist der Neubau erforderlich. Was kommt an die Stelle der jetzt noch stehenden Brücke? Errichtet wird eine dreifeldrige Spannbetonbrücke mit einer Gesamtstützweite von 49,9 Metern. Bei dem Bauwerk wird die Breite für einen neu zu bauenden Radweg von Stauffendorf nach Arndorf berücksichtigt. Zudem wird mit dem Bau des neuen Brückenbauwerks die Staatsstraße 2074 um rund 20 Zentimeter angehoben, sodass die erforderliche Durchfahrtshöhe erreicht wird.
Zwar soll die neue Brücke ab Mitte Mai aufgebaut werden, doch bis sie tatsächlich benutzt werden kann, müssen sich alle Verkehrsteilnehmer noch ordentlich gedulden: Befahrbar soll diese laut Staatlichem Bauamt nämlich erst im Dezember sein.
Die Restarbeiten - wie beispielsweise der Rückbau der Umfahrung sowie die Asphaltierung der Anschlussäste - sind erst für das nächste Jahr geplant, bis 30. April 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die gesamte Maßnahme kostet rund 2,6 Millionen Euro, die Arbeiten übernimmt die Firma Fahrner Bau aus Mallersdorf-Pfaffenberg im Auftrag des Staatlichen Bauamts Passau, Servicestelle Deggendorf. Das Staatliche Bauamt Passau bittet alle Verkehrsteilnehmer während der Arbeiten um erhöhte Vorsicht im Baustellenbereich.
Quelle: Idowa.de / Plattlinger Anzeiger, 08.04.2021
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