2.500 Tonnen schwere Bahnüberführung eingeschoben
Staatsstraße 2111
Das Einschieben der Eisenbahn-Überführung ist beendet. -Foto: Wenzel Neumann/Firma Geser
Die Vorbereitungsarbeiten liefen am Wochenende auf Hochtouren. -Foto: Wenzel Neumann/Firma Geser
Foto: Wenzel Neumann/Firma GeserWenzel Neumann/Firma Geser
Foto: Wenzel Neumann/Firma Geser
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In den vergangenen fünf Tagen wurde an der im Neubau befindlichen Bahnüberführung der Staatsstraße 2111 beim Gut Aukofen im Landkreis Regensburg gearbeitet. Die rund 40 Bauarbeiter verschoben die aus Beton angefertigte Eisenbahnüberführung 25 Meter weit an ihren vorgesehenen Standort unter der Bahnstrecke Regensburg-Passau. Unter der Regie von Bautechniker Matthias Rabben begann man am Samstag mit dem Abbruch der alten Bahnüberführung. Dann war es am Montagabend um etwa 21 Uhr so weit: Es konnte das Einschieben der rund 2.500 Tonnen schweren, aus Beton angefertigten Eisenbahnüberführung beginnen. Dies geschah mit der Hilfe von zwei Hydraulikpumpen sowie zwei jeweils 24 Meter langen Verschiebeträgern. Zu Beginn wurde die Bahnüberführung mittels von 40 Pressen gut zehn Zentimeter angehoben und dann Zentimeter für Zentimeter - insgesamt 25 Meter weiter in Richtung Bahndamm verschoben.
Eine Verschubplatte brach und wurde geschweißt
Dazwischen gab es immer wieder einen Stopp, da die Hydraulikpumpen versetzt werden mussten. Eine gebrochene Verschubplatte wurde vor Ort geschweißt. Pro Stunde bewegte sich die Überführung um etwa zehn Meter in Richtung Bahndamm und so war nach zweieinhalb Stunden das eigentliche Einschieben beendet. Die Firma aus Mintraching entfernte unter der Regie von Firmenchef Markus Geser mit etlichen Arbeitern die Erde links und rechts der entfernten Bahnüberführung. Die Arbeiter füllten dann nach dem Einschieben der Eisenbahnüberführung mit vier Baggern, zwei Großladern und sechs Rüttelplatten den offenen Bahndamm mit Magerbeton sowie rund 5.000 Kubikmeter Kies. Damit konnten dann gleich wieder die fehlenden Gleise der Bahnstrecke verlegt und die Bahnstrecke Regensburg-Passau freigegeben werden.
Spannend war es dabei für die Verantwortlichen, bis die Eisenbahnüberführung fest mit dem Bahndamm verbunden und die Gleise wieder durchgehend verlegt waren. Während der gesamten Arbeiten war die stark frequentierte Bahnstrecke gesperrt. In dieser Zeit wurde ein Schienen-Ersatzverkehr eingerichtet. Die Bahnüberführung bei dem Gut Aukofen war längst nicht mehr den heutigen Anforderungen gewachsen. Immer wieder gab es bei der Durchfahrt von Lastwagen Probleme, einige blieben sogar stecken, und es kam zu Staus.
Ebenso blieb immer wieder bei starken Regengüssen Wasser auf der Straße in der Unterführung stehen, die dadurch manchmal sogar für einige Zeit unpassierbar war. Nun wird diese Bahnüberführung aufgrund altersbedingter Mängel erneuert. Seit Ende März laufen die Arbeiten, der Abbruch und Neubau der Bahnüberführung bei Aukofen, zwischen Tiefbrunn und Mangolding. Seitdem besteht eine Vollsperrung der Staatsstraße in diesem Bereich. Im Vorfeld dieser umfangreichen Baumaßnahme wurden über mehrere Wochen hinweg die Sträucher und Bäume im Bereich der Baustelle entfernt. Ferner wurden auf einem Feld vor der Bahnüberführung eine große Baustelleneinrichtung, ein großer Lagerplatz für die notwendigen Baumaschinen und das Baumaterial geschaffen.
Eingebaut wird auch eine Grundwasserwanne
Im Rahmen dieser Maßnahme wird die Eisenbahnüberführung auf eine Weite von 11,60 Meter und die Höhe von 4,50 Meter vergrößert. Dabei erfolgt auch der Einbau einer Grundwasserwanne. Die gesamte Maßnahme wird insgesamt rund zwei Jahre andauern und die Durchfahrt ist in dieser Zeit komplett gesperrt. Denn, wie die Gemeinde Mintraching mitteilte, folgen nach dem Neubau der Überführung in diesem Bereich weitere Arbeiten, wie Straßenarbeiten, von einer anderen Baufirma, sodass mit einer Sperrung der Bahnüberführung von rund zwei Jahren gerechnet wird. Seit dem Baubeginn Ende März ist eine großräumige Umleitung für den Straßenverkehr im Osten über Geisling zur B 8 und im Westen von Obertraubling nach Neutraubling ausgeschildert.
An den Kosten dieser Maßnahme ist die Gemeinde Mintraching nicht beteiligt. Die Bahn übernimmt die Kosten für die Überführung. Für die Grundwasserwanne ist das staatliche Bauamt zuständig. Allein die Umleitung betrifft Mintraching.
Quelle: Wenzel Neumann, idowa.de, REDAKTION WÖRTH, 11.11.2021
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