Straubinger Bahnhofsumfeld bekommt ein neues Gesicht

Baubeginn noch 2023

Diese Visualisierung zeigt, wie das Bahnhofsumfeld nach den Umbauarbeiten Ende 2024 aussehen soll. -Foto: Tiefbauamt

Diese Visualisierung zeigt, wie das Bahnhofsumfeld nach den Umbauarbeiten Ende 2024 aussehen soll. -Foto: Tiefbauamt

So sieht der Bahnhofsvorplatz vom Kreisverkehr gesehen derzeit aus. -Foto: Josef Unterholzner

So sieht der Bahnhofsvorplatz vom Kreisverkehr gesehen derzeit aus. -Foto: Josef Unterholzner

Die tristen Tage für das Bahnhofsumfeld sind gezählt: Nachdem der Stadtrat die Baumeisterarbeiten vergeben hat, werde demnächst die Baustelle für den ersten Bauabschnitt eingerichtet, berichten Klaus Reisinger und Bert Plank vom Tiefbauamt. Heuer soll eine 45 Meter lange und bis zu 5,3 Meter hohe Stützwand entlang des Gehwegs beim Kreisverkehr am Jahnplatz und eine 20 Meter lange Stützwand neben den neuen Treppen gebaut werden. In einem zweiten Bauabschnitt werde nächstes Jahr, unter Umständen sogar ab diesen Herbst, der Platz rund um die neuen Fahrradstellplätze gestaltet.

Nach dem Bau der Unterführung in der Landshuter Straße im Jahr 2017 und dem Bau der neuen Geh- und Radfahrerbrücke von der AOK über die Landshuter Straße zum Bahnhof im Jahr 2018 hätte eigentlich im Anschluss der Platz zwischen Kreisverkehr und Bahnhof zeitnah neu gestaltet werden sollen, erinnert stellvertretender Tiefbauamtsleiter Reisinger an die bewegte Vergangenheit der bevorstehenden Baustelle. Im November 2019 wurden die Pläne vom Bauausschuss bereits genehmigt. Doch dann hatte die Deutsche Bahn Probleme mit einem Steuerkabel sowie der Bearbeitung des Bauantrags für den Neubau, und der geplante Baubeginn löste sich umgehend in Luft auf.

Spundwand zur Abstützung der Böschung
Doch die Schwierigkeiten sind nun überwunden und die Baustelle kann eingerichtet werden, berichtet Plank, der die Bauarbeiten für das Tiefbauamt betreut. Als erstes müsse eine 20 Meter lange Spundwand zur Abstützung der Böschung in die Erde gerammt werden. Dann könne der Untergrund für die Fundamente der 45 Meter langen und bis zu 5,3 Meter hohen Stützwand aus Beton vorbereitet werden. Mit dabei sind natürlich immer Kampfmittelsondierer, weil rund um den Bahnhof immer mit Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg zu rechnen ist.

Damit die Betonwand nicht endlos erscheint, werde etwa in der Mitte eine Bastion mit betonierter Brüstung und geriffelter Vorschalung entstehen, von der aus man einen schönen Blick auf den Jahnplatz haben wird. Im weiteren Verlauf muss noch eine zweite, 20 Meter lange und deutlich niedrigere Mauer zwischen dem Gehweg und dem dritten Teil der neuen Treppenanlage gebaut werden.

Der gesamte Platz rund um die derzeitige Taxizentrale wird von Grund auf neu gestaltet, mit einem ausgeklügelten System von Rigolen versehen, das zur Versickerung der Niederschläge gedacht ist und der Bewässerung der zehn Bäume dient, die hier gepflanzt werden.

Zweiter Bauabschnitt im kommenden Jahr
Im zweiten Bauabschnitt, der voraussichtlich heuer im Juni ausgeschrieben wird, soll spätestens im nächsten Frühjahr begonnen werden, berichtet Plank. Dann werden die große Treppenanlage zwischen den Stützwänden und der ganze Bahnhofsvorplatz mit klein- und großformatigem Betonpflaster versehen. Stauden, Sträucher, Gräser und zehn Bäume mit entsprechenden Sitzbänken werden angelegt. Zwei große überdachte Garagen sollen im Doppelstock-System Platz für rund 200 Fahrräder bieten. Außerdem sind Fahrradboxen und Reihenbügel für die Räder geplant.

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds betragen rund 2,8 Millionen Euro, informiert Reisinger. Doch die Stadt bekommt Hilfe aus mehreren Fördertöpfen. Es gibt Mittel aus der Städtebauförderung der Regierung von Niederbayern, aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) und der Bike-and-Ride-Offensive der Deutschen Bahn für den Bau der Fahrradgaragen. Wie hoch diese Fördermittel ausfallen werden, sei aber derzeit noch nicht klar. Die Baustelle werde den Autoverkehr am Jahnplatz, am Bahnhofsplatz und in der Landshuter Straße relativ wenig beeinträchtigen, versichert Plank.

Quelle: Straubinger Tagblatt, 31.03.2023

Unsere Leistungen:

  • Leistungen der Tragwerksplanung / Objektplanung für die Stützwände

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