Vorplatz des Straubinger Bahnhofs eingeweiht

Baumaßnahmen beendet

Der neue barrierefreie Bahnhofsvorplatz mit angelegten Bäumen, die bald Schatten spenden sollen. -Foto: Thomas Heigl

Der neue barrierefreie Bahnhofsvorplatz mit angelegten Bäumen, die bald Schatten spenden sollen. -Foto: Thomas Heigl

Reisende und Bürger sollen durch die moderne und barrierefreie Gestaltung willkommen geheißen werden. Das Projekt wurde zusammen mit der Städtebauförderung realisiert.

Radfahrer mussten auf die Fahrbahn ausweichen, Fußgänger zwischendurch die Straßenseite wechseln, für Autofahrer war Vorsicht geboten und viele kannten den Bahnhofsvorplatz nur noch eingezäunt und mit Baugerüsten. Seit Montagnachmittag ist das alles nun vorbei. Der neue Vorplatz wurde feierlich eingeweiht und gesegnet. „Der eröffnete Bahnhofsvorplatz ist nicht nur irgendein Betonbauwerk, es ist ein sichtbares Zeichen für eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung. Offen, funktional, einladend und auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt“, sagte Tiefbauamtsleiterin Cristina Pop. „Wir können stolz darauf sein, was wir realisiert haben.“ Hauptziel der Entwicklung und Neugestaltung des Bahnhofsareals waren laut dem Tiefbauamt in erster Linie eine attraktive und barrierefreie Umsetzung als „Stadteingang“. Die Attraktivität für Reisende sollte deutlich verbessert werden. Der Ankunfts-, Warte- und Aufenthaltsbereich vor dem Bahnhof musste aufgewertet werden. Kurzum: Das alte Areal war einfach nicht mehr zeitgemäß.

Jahrelange Arbeiten am Bahnhofsvorplatz
Das sah auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr so. Der Bahnhof ziehe sich wie ein roter Faden durch seine Zeit als OB. Schon bei seiner Amtseinführung 2008 lagen Punkte, wie der barrierefreie Ausbau, der Lärmschutz und die Fernverkehrsanbindung, auf seinem Schreibtisch. Umso mehr freue ihn daher jetzt die Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes. Für die Umsetzung der Neugestaltung des Areals brauche es aber auch „Mut für Längerfristiges“. Pannermayr erwähnte in diesem Zusammenhang mehrere Sanierungsmaßnahmen der Stadt, die seit 2015 im Areal „Bahnhofsumfeld“ schon durchgeführt wurden: Neugestaltung der Bahnhofstraße, Ausbau der Makronstraße, Grünanlagen am Allachbach, neue Brücken und Gebäudeabrisse. Als Ergebnis sprach Pannermayr von „gelungenen Maßnahmen“. Nicht nur ist der Platz jetzt barrierefrei, er bietet bald auch mehr schattenspendende Bäume und viele Fahrradstellplätze. Auch die Optik sei ansprechend. Die jahrelangen Bauarbeiten haben einiges gekostet, insgesamt 3,38 Millionen Euro. Knapp eine halbe Million mehr als noch 2023 vermutet wurde. Das Erfreuliche: Die Stadt brauchte nicht die volle Summe aufzuwenden: 1,64 Millionen Euro musste man selbst bezahlen, der Rest wurde durch die Städtebauförderung finanziert. MdL Josef Zellmeier bedankte sich daher bei der Einweihung bei der Städtebauförderung, deren Hilfe man für solche Projekte brauche. Man habe bewusst den Tag der Eröffnung des Vorplatzes auf den seit zehn Jahren bundesweit stattfindenden Tag der Städtebauförderung gelegt, um so nochmal bewusst ein „Danke“ für die Unterstützung zu zeigen.

Baumaßnahmen mit Hindernissen
Im November 2019 wurden die Pläne vom Bauausschuss bereits genehmigt. Doch dann hatte die Deutsche Bahn Probleme mit einem Steuerkabel sowie der Bearbeitung des Bauantrags für den Neubau, was schon den Baubeginn verzögerte. Auch während der gesamten Bauarbeiten musste man fortwährend auf diverse Schwierigkeiten und Widrigkeiten reagieren, was ebenso zu Verzögerungen führte: Wechselhafte Baugrundverhältnisse, die Korrekturen mit sich zogen, Arbeiten in unmittelbarem Gleisbereich, Gewährleistung von Taxizufahrt und -durchfahrt und „massive Fußgängerströme“ sind nur einige der Punkte, die das Tiefbauamt auflistet. Dennoch seien es sämtliche Schwierigkeiten wert, denn laut Zellmeier brauche eine Stadt wie Straubing „eine attraktive Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität“. Für die Zukunft versicherte er, dass der Freistaat weiterhin unterstützen werde: „Bayern steht an eurer Seite“. Die Worte des Landtagsabgeordneten stimmten positiv, denn laut Tiefbauamtsleiterin Pop wird man „noch viel mehr umsetzen. Die Stadtplanung für die Zukunft hört nie auf.“

Quelle: idowa.de vom 12.05.2025, Thomas Heigl

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