Tiefgarage wird nach langem Ringen saniert
Verhandlungen mit Eigentümergemeinschaft führten zu Erfolg – Baubeginn im Oktober
Ab Anfang Oktober wird die Tiefgarage im Deggendorfer Altstadtviertel saniert, ein Jahr später soll sie dann in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Oliver Hausladen
Deggendorf. Bereits seit 2013 laufen die Überlegungen für eine Generalsanierung der Tiefgarage im Altstadtviertel, ab Oktober soll es nun endlich losgehen: Einstimmig votierten die Stadträte in ihrer Sitzung am Montagnachmittag für einen entsprechenden Beschlussvorschlag. Los gehen soll es Anfang Oktober, etwa ein Jahr ist als Bauzeit eingeplant. Auf die Stadt kommen Kosten in Höhe von ungefähr 3,124 Millionen Euro zu.
„Bedarf auf jeden Fall da“
Die Problematik: Eine Etage der Tiefgarage ist für Eigentümer und Mieter bestimmt, die untere Ebene ist dagegen öffentlich nutzbar. „Es macht aber nur Sinn, beides gemeinsam zu sanieren“, erläuterte Oberbürgermeister Dr. Christian Moser. Die Folge waren lange Verhandlungen mit der Eigentümergemeinschaft Altstadtviertel, die für den privaten Teil zuständig ist. Nun wurde eine Lösung gefunden - und das sei auch gut so, betonte der Rathaus- Chef, denn: „Sanierungsbedarf ist auf jeden Fall vorhanden.“
Dem stimmte auch Stefan Hentschinski vom Ingenieurbüro Frischte zu. Neben der Betonsanierung werden alle Elektroeinbauten, die Brandmelde- und Sprinkleranlage, die Entwässerungs- sowie die Beund Entlüftungsanlagen gemäß den heutigen Anforderungen erneuert, zudem erhält die Garage einen neuen Anstrich. Im Zuge der Sanierung werden zwei Behinderten-Stellplätze, zwei Eltern-Kind-Parkplätze sowie weitere zwei Plätze mit E-Ladestationen in unmittelbarer Nähe zum Aufzug errichtet. Die einzelnen Stellplätze sollen etwas verbreitert werden (die Enge wurde schon oft kritisiert), damit sinkt deren Zahl von 105 auf 100. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,42 Millionen Euro. Ab dem Baubeginn werden beide Ebenen der Garage gleichzeitig geschlossen, da die Erschließung der Baustelle nur über die gemeinsame Zu- und Abfahrtsrampe erfolgen kann. Oberirdisch wird im Bereich der Einfahrt bis zur Abzweigung in die Schlachthausgasse die Baustelle eingerichtet.
Anwohner und Dauerparker werden angeschrieben mit dem Angebot, andere Parkhäuser oder Garagen während der Sanierung zu nutzen, erläuterte der Geschäftsführer der Stadtparken GmbH, Reiner Winter-Häring.
Kosten: 3,124 Millionen
Aus dem Plenum kam Lob für die Pläne. „Es ist erfreulich, dass nach Jahren harter Verhandlungen nun etwas vorangeht“, sagte etwa SPDFraktionsvorsitzender Karl-Heinz Stallinger. Die Verhandlungen mit der Eigentümergemeinschaft hätten Durchhaltevermögen erfordert, meinte CSU-Fraktionschef Paul Linsmaier. Auch er freute sich, dass es bald losgehe, denn die Sanierung sei dringend nötig. Er appellierte, die Behinderungen für Anwohner und Anlieger in der langen Bauphase möglichst gering zu halten und diese gut zu informieren.
Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Professor Dr. Johannes Grabmeier, zeigte sich ebenfalls erfreut, dass endlich eine Lösung gefunden wurde, „auch wenn man bei den Kosten von über drei Millionen Euro erschrickt.“ Da es aber kaum Alternativen gebe, werde auch seine Fraktion der Maßnahme zustimmen.
Quelle: Donau-Anzeiger, 28.07.2020
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